Person

Prof. Dr. Horst Niesyto

Jhg. 1952, Studium der Diplompädagogik in Tübingen und Freiburg, hauptberufliche Tätigkeit in der außerschulischen Jugendarbeit und Jugendbildung in Frankfurt/Main, Erbach/Odenwald und Karlsruhe (1977-1996), Promotion über „Erfahrungsproduktion mit Medien“ an der Universität Tübingen, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der PH Ludwigsburg (1997-2017), Sprecher der Initiative Keine Bildung ohne Medien! (2009-2014), Vorsitzender der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (2008-2012), Ehrenmitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK); seit Oktober 2017 im Ruhestand.

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PERSÖNLICHE WEBSEITE – PH LUDWIGSBURG

Arbeit

Hier finden Sie eine kleine Auswahl von Projekten, Artikeln und Beiträgen.
Eine Gesamtübersicht finden Sie hier.
PROJEKT DILEG-SL

Dileg-SL ist ein medienpädagogisches Entwicklungsprojekt, welches von 2016-2019 an der PH Ludwigsburg und an der Rosensteinschule in Stuttgart stattfand. In acht Teilprojekten wurden verschiedene Konzepte erprobt, um Bildung und Lernen mit digitalen Medien an der Grundschule zu fördern. Das Projekt wurde von der Deutschen Telekom Stiftung gefördert.  Nähere Informationen zum Projekt

Das Entwicklungsprojekt ‚Digitales Lernen in der Grundschule‘ – Rahmenkonzept und erste Projekterfahrungen. In: Onlinemagazin „Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik“, Ausgabe 19 (2017), S. 1-20.

Im November 2019 erscheint im Verlag kopaed (München) ein Sammelband zum Projekt: „Digitale Medien in der Grundschullehrerbildung. Erfahrungen aus dem Projekt dileg-SL“, hrsg. von Thorsten Junge & Horst Niesyto in der Schriftenreihe „Medienpädagogik interdisziplinär“ (Band 12).

Am 7./8. November 2019 fand in Berlin eine bundesweite Fachtagung zum Verbundprojekt „Digitales Lernen in der Grundschule“ statt; Veranstalter war die Deutsche Telekom Stiftung. Nähere Informationen

KEINE BILDUNG OHNE MEDIEN!

Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ geht auf das Medienpädagogische Manifest zurück, das 2009 von zentralen medienpädagogischen Einrichtungen in Deutschland veröffentlicht und von über 1.300 Personen und Organisationen unterzeichnet wurde. Die Initiative strebt eine breitenwirksame, systematische und nachhaltige Verankerung von Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen der Gesellschaft an.

Kurzvorstellung der Initiative (2011) [Video]

Interview ARD: „Viele halten Fotos und Videos für die Wirklichkeit“, 28.05.2010 [lesen]

Horst Niesyto (2015): Keine Bildung ohne Medien! – Kritische Medienbildung jenseits funktionalisierender Vereinnahmung. In: Thomas Knaus / Olga Engel (Hrsg.): Wi(e)derstände. Digitaler Wandel in Bildungseinrichtungen. framediale Band 5. München: Verlag kopaed, S. 17-34. [lesen]

Hinweis: im Dezember 2017 veröffentlichte die Sektion Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) einen „Orientierungsrahmen für die Entwicklung von Curricula für medienpädagogische Studiengänge und Studienanteile“. Die Sektion Medienpädagogik arbeitet in der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ mit. [Orientierungsrahmen lesen]

Under Digital Fire – Herausforderungen für die medienpädagogische Professionalisierung

Keynote am 17.11.2017 auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) „Futurelab Medienpädagogik: Qualität – Standards – Profession“ in Frankfurt/Main

In einer historischen Epoche, in der Globalisierung und Digitalisierung nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche nachhaltig verändern, wird Medienbildung zu einer Kernaufgabe von Bildung. Zweifelsohne gibt es in Deutschland einen großen Nachbedarf in der breitenwirksamen Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung. Technologiegetriebene Vorstellungen sind allerdings nicht geeignet, um medienbezogene Bildungs- und Lernprozesse zu fördern. Angesichts einer rasant zunehmenden digitalen Vermessung und Kommerzialisierung des Alltagslebens ist es wichtig, Fragen nach Sinn und Bedeutung jenseits quantifizierender, technologie- und wirtschaftsgetriebener Prozessstrukturen zu stellen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind darin zu unterstützen, digitale Medien selbstbestimmt und kompetent zu nutzen und sich differenziert mit Medienangeboten und Medienentwicklungen auseinanderzusetzen. Hierfür ist es notwendig, medienpädagogische Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote erheblich auszubauen. Der Vortrag skizziert anhand einzelner Handlungsfelder den Stand der medienpädagogischen Professionalisierung. Dabei werden auch Aspekte wie digitale Medien und soziale Ungleichheit, Verhältnis von Medienbildung und informatische Bildung und der Vorschlag zu einer Grundbildung Medien für alle pädagogischen Fachkräfte thematisiert.

Videoaufzeichnung des Vortrags  (Mediathek Hessen)

Vortragsfolien herunterladen

Interview in der Reihe „Rotes Sofa“ anlässlich des GMK-Forums Kommunikationskultur 2017

Buchveröffentlichung:
Horst Niesyto (2018): Under Digital Fire. Herausforderungen für die medienpädagogische Professionalisierung. In: Futurelab Medienpädagogik. Qualitätsentwicklung – Professionalisierung – Standards, hrsg. von Thomas Knaus, Dorothee M. Meister, Kristin Narr. Verlag kopaed, München, S. 49-69.

SYMPOSIUM „MEDIENKRITIK IM DIGITALEN ZEITALTER“

Das Symposium am 13. Juli 2017 stand in Zusammenhang mit meiner Verabschiedung (Pensionierung) und meiner Abschiedsvorlesung an der PH Ludwigsburg. Das Symposium wurde von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) gefördert.

Band „Medienkritik im digitalen Zeitalter“

Der Band „Medienkritik im digitalen Zeitalter“ erschien 2018 in der Schriftenreihe „Medienpädagogik interdisziplinär“ (Band 11) im Verlag kopaed (München). Der Band geht auf das Symposium „Medienkritik im digitalen Zeitalter“ zurück. Medienkritik gehörte schon immer zu den zentralen Aufgaben der Medienpädagogik. Der Band umfasst Beiträge zu Prämissen und zur historischen Entwicklung von Medienkritik, analysiert aktuelle Problemfelder der Digitalisierung und stellt verschiedene Konzepte von Medienkritik auf der Grundlage entwicklungs- und handlungsorientierter, sozial-ästhetischer, technikkritischer, systemtheoretischer und anderer Ansätze vor. Weitere Beiträge behandeln ausgewählte Aspekte und Handlungsfelder von Medienkritik wie z.B. ästhetische Werturteile, Cultural Hacking, Umgang mit Smartphones, exzessive Internetnutzung, Cyberfeminismus oder Medienkritik in der Kindheitspädagogik und im MakerSpace an Grundschulen.

  • Weitere Informationen: Verlag Kopaed; Symposium Medienkritik
  • Austausch-Treffen zum Buch „Medienkritik im digitalen Zeitalter“ am 22./23. März 2019 in Paderborn
  • Horst Niesyto (2018): Medienkritik – Entwicklungslinien und aktuelle Herausforderungen. In: Niesyto, Horst / Moser, Heinbz (Hrsg.): Medienkritik im digitalen Zeitalter. Schriftenreihe Medienpädagogik interdisziplinär, Band 11. München: kopaed, S. 59-75. Beitrag lesen (Onlineversion).
  • Hinweis: Die Printversion des Sammelbands ist im Verlag koppet erwerbsbar; die Onlineversion ist unter der Creative Commons-Lizenz Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) auf der Website des Symposiums Medienkritik zugänglich.
Visuelle Methoden in der medienpädagogischen Forschung – Ansätze, Potentiale und Herausforderungen

Unter diesem Titel erschien 2017 ein Beitrag in der „Forschungswerkstatt Medienpädagogik“. Die Forschungswerkstatt ist ein Publikationsprojekt (Print und Online), welche das „das heterogene Spektrum kreativer Ansätze und innovativer Methoden aufzeigen (soll), die zur Erforschung medienpädagogischer Fragen und Phänomene dienlich sind“. Das Projekt wird von Prof. Dr. Thomas Knaus geleitet. In dem Beitrag über „Visuelle Methoden …“ werden nach einem einleitenden Teil zu Forschungsansätzen und Anwendungsbereichen (Kapitel 1)  zwei Felder genauer betrachtet: aktuelle Innovationen zur visuellen Methodenentwicklung im Zusammenspiel von visuellen und verbalen Formen der Datenerhebung (Kapitel 2) sowie die Analyse und Interpretation medialer Eigenproduktionen von Beforschten und damit verbundene Potentiale und Herausforderungen (Kapitel 3). Bemerkungen zum Selbst-Konzept unter den Bedingungen von Mediatisierung und Digitalisierung, zu unterschiedlichen Ansätzen bei der Auswertung visueller Daten, zum Datenschutz und zu wünschenswerten Perspektiven für den weiteren Diskurs zu visuellen Methodenfragen schließen den Beitrag ab (Kapitel 4). Der Beitrag erschien auch im Band „Forschungswerkstatt Medienpädagogik. Projekt – Theorie – Methoden““, hrsg. von Thomas Knaus, München 2017: Verlag kopaed, S. 59-95.

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WEITERE BEITRÄGE (Auswahl)
  • Medienkritik und pädagogisches Handeln. Beitrag auf der Online-Plattform Kulturelle Bildung Online (2019), mit einer PDF zu ausgewählten Praxis- und Projektbeispielen. [Lesen]
  • Peter Imort im Gespräch mit Horst Niesyto. In: Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, Ausgabe 19/2017. (Rückblick auf 20 Jahre Berufstätigkeit an der PH Ludwigsburg) [Lesen]
  • Medienpädagogik und digitaler Kapitalismus. Für die Stärkung einer gesellschafts- und medienkritischen Perspektive (2017) [Lesen]
  • Kurzes Statement zu politisch-kultureller Medienbildung; SWR-Interview, 22.03.2017 [Anhören]
  • Die Macht der Internetkonzerne und die Herausforderungen für die Medienbildung. In: Zeitschrift „Deutschland & Europa“, Heftthema „Neue Medien und politische Meinungsbildung“, hrsg. von der Landeszentrale für poilitische Bildung Baden-Württemberg, Heft 74 (2. Quartal 2017), 34. Jahrgang. Stuttgart, S. 46-51. [Lesen, ab S. 46]
  • Statement zu Medienpädagogik und politische Bildung im Rahmen des Symposiums des JFF zum Thema „Medien – Pädagogik – Gesellschaft. Der politische Mensch in der Medienpädagogik“ am 29.04.2017 in München [Anhören]
  • Beitrag zum Thema Medienbildung in der Bildungsplanreform in Baden-Württemberg 2016 [Lesen]
  • Bundeskongress VisionKino 2016, Filmbildung in der Migrationsgesellschaft, Thesen zur Podiumsrunde 2; Literaturhinweise
  • Beitrag Medienkritik und pädagogisches Handeln (2013) [Lesen]
  • Vortrag zum Thema „Tempo! Tempo! – Bildungsprozesse in einer beschleunigten Welt“ auf der Tagung „Meine Bildung hab‘ ich aus dem Netz“, Evang. Akademie Tutzing, 24.04.2012 [Anhören]
  • Keine Bildung ohne Medien! – Interview, 08.02.2011 [Anhören]
  • Vortrag zum Thema „Keine Bildung ohne Medien – Bildungsprozesse unter den Bedingungen medialer Beschleunigung“ auf den 33. Stuttgarter Tagen der Medienpädagogik in Stuttgart, 21.04.2010 [Lesen]
  • Digitale Medien, soziale Benachteiligung und soziale Distiktion, „MedienPädagogik“ Heft 17 (2009) [Lesen]
  • Horst Niesyto im Gespräch mit Wolfgang Wunden (GMK-Gründungsmitglied); in: „Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik“, Ausgabe 12/2009 [Lesen]
  • Qualitative Forschung auf der Basis von Eigenproduktionen mit Medien. Erfahrungswerte aus dem EU-Forschungsprojekt CHICAM – Children In Communication About Migration (zus. mit Peter Holzwarth in Jahrbuch Medienpädagogik 5/2005); Zweitveröffentlichung in der Onlinezeitschrift „MedienPädagogik“ (2017) [Lesen]
  • Jugend, Medien und symbolischer Selbstausruck. In: Onlinemagazin „Ludwigsbuger Beiträge zur Medienpädagogik“, Ausgabe 8 (2006) [Lesen]
  • Vortrag zum Thema „Chancen und Perspektiven interkultureller Medienpädagogik“ auf dem 22. GMK-Forum in Bielefeld, 19.11.2005 [Lesen]
  • Öffnung von Schule und partnerschaftliche Kooperation. Zur Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Medienarbeit (2004) [Lesen]
  • Medien und Wirklichkeitserfahrung – symbolische Formen und soziale Welt (2002) [Lesen]
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